Steinbruch Merdingen - Flächenfraß und Renaturierung
Der Hunger nach Rohstoffen wir immer größer: Die Größe des Steinbruchs könnte sich nahezu verdoppeln und natürlich nimmt dann der Verkehr, der Lärm und die Staubimmissionen weiter zu. Auch die Renaturierungspflicht muß endlich umgesetzt werden.
Worum geht es?
Ausbaupläne und Renaturierungspflicht
Die beantragte Erweiterung des Steinbruchs würde zu einer Verdoppelung der Fläche führen und bis an den Beginn von Rimsingen reichen.
Die Ausbaupläne des Steinbruchs in Richtung Niederrimsingen sind momentan jedoch gestoppt: Maxit ist durch ein Sperrgrundstück eines Merdinger Winzers gezwungen, nun Restmaterial bis zur dunklen Mergelsohle auf dem Gelände und so weit es die Anbaufläche zulässt, in Richtung Merdingen abzubauen. Nach Aussage von Maxit v. 20.03.2026 wären diese Gesteinsvorkommen in 5-7 Jahren erschöpft. Man hofft, dass bis dahin eine Einigung mit dem Winzer erreicht wurde.
Die Sanierung der alten Deponie ging in den vergangenen Jahren nur sehr schleppend voran.
Nachdem die BI durch intensive Nachfragen beim zuständigen Landratsamt dafür gesorgt hat, dass die Behörde Ihrer Kontrollpflicht endlich nachkommt, zeigte sich der Steinbruchbetreiber sehr kooperativ und begann die Erfüllung der behördlichen Auflagen anzugehen. Stichworte: Offenlegung der tatsächlichen jährlichen Fördermengen und Vorbereitung der Rekultivierung bereits abgebauter Flächen.
- Der Betreiber beauftragte seither einige Gutachten in Absprache mit dem LRA: Biodiversitätsgutachten über 13 Monate und 2 sehr aufwändige Planungsvarianten bzgl. Rekultivierung.
- Die nach fast 2-jähriger Prüfung durch das LRA genehmigte Rekultivierung beginnt gemäss Ablaufplanung mit der Sanierung der sog. alten Deponie auf dem Abbaugelände, die zum Ärger des Betreibers (inzwischen Maxit/Oberfranken, Weber Saint Gobain hält noch 50% und baut nicht mehr aktiv ab) .. sehr zögerlich vonstatten geht.
- Federführend für die alte Deponie ist das LRA Breisgau-Hochschwarzwald.
- – Aktuell sieht man, dass das vormals sehr lange Förderband mit Brecher zurückgebaut wurde.
Was wir wollen
"Unter Beobachtung.."
Die Ausbaupläne sind trotz des momentanen Stopps eine große Beunruhigung. Die Verdoppelung der Fläche würde zu einem weitere Anstieg der Verkehrs-, Luft- und Lärmbelastung führen. Die BI spricht sich klar gegen diese Erweiterungspläne aus und beobachtet die Lage bezüglich betroffener Grundstücke.
Die Rekultivierung wird von uns stetig beobachtet, mit offener Unterstützung durch den Betreiber. Zur Bedeutung stillgelegter Steinbruchflächen gab es auf dem KiWi Treffen 2025 einen sehr interessanten Vortrag.
„Abbaustätten: Hotspots der Biodiversität“
Professor Dr. Gregor Markl, Universität Tübingen, erklärte warum ehemalige Abbauflächen echte Hotspots der Biodiversität sind am Beispiel des sehr seltenen Rote Apollo-Schmetterling. Er braucht nährstoffarme, offene Flächen. „Das Leben gedeiht dort, wo Mangel herrscht – nicht auf überdüngten Wiesen“, sagt Markl. Abbaustätten seien deshalb von großer ökologischer Bedeutung.
„Für ein lebenswertes Rimsingen – Natur bewahren, Zukunft gestalten.“
„Wir engagieren uns für den Erhalt unseres Waldes, unserer Lebensqualität und der Artenvielfalt. Machen Sie mit.“
Aktuelles zum Steinbruch Merdingen
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Rimsingen Lebenswert unterstützt Klimaschutzprojekte
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Rimsingen soll lebenswert bleiben
Die BI Rimsingen Lebenswert berichtet bei der Jahreshauptversammlung am 27.Januar 2023 über ihre Aktivitäten. Im Anhang finden sie den Jahresrückblick sowie das Protokoll zur Jahreshauptversammlung. Jahresrückblick 2022 Berichte der Arbeitsgruppen...
Infoveranstaltung am Brunnenplatz in Niederrimsigen
Am 18.September 2021, veranstaltet die BI eine Info Veranstaltung für die Rimsinger Bürger und Bürgerinnen. Die Bürger konnten sich über den aktuellen Stand der geplanten Baggersee und Steinbruch Erweiterung informieren. Bei Kaffee und Kuchen konnte man sich in...
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Projektdokumentation
Steinbruch Merdingen
Grundlagen des Steinbruchs Merdingen
Steinbruch Merdingen – Ansicht von Westen
Der Steinbruch Merdingen könnte in wenigen Jahren so ähnlich aussehen, wenn die Erweiterungen in ähnlichem Tempo weitergehen, und die Pläne zum Regionalplan umgesetzt werden. Schon jetzt ist das große aus Ausmaß von z.B. Gündlingen, Breisach, Ihringen….immer mehr zu sehen.
Die Abbaugeschwindigkeit scheint immer zuzunehmen, der Hunger nach Rohstoffen wir immer größer: Die Größe des Steinbruchs könnte sich nahezu verdoppeln und natürlich nimmt dann der Verkehr, der Lärm und die Staubimmissionen weiter zu und wertvolle, schützenswerte Landschaften und Artenvielfalt verschwinden für immer.
Im Anschluss findet Ihr eine Fotomontage, wie es in wenigen Jahren aussehen könnte und die Karte aus dem Regionalplan
Auflagen für die Renaturierung
(Auszug aus dem immissionrechtlichen Genehmigung 1997)
Der jetzige Abbau des Rohstoffes ist in der Stufe 4.
Es sind aber keinerlei Renaturierungsmassnahmen sichtbar oder durchgeführt. !!!!!
Auszug aus dem immissionrechtlichen Genehmigung1997
Wir befinden uns beim Kalkabbau in Abschnitt 4. In den Abschnitten 1 – 3 müssten Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt werden.
Auflagen für die Renaturierung
( Auszug aus dem immissionrechtlichen Genehmigung1997)
Antragsgrenze Kalkböschung Abraumböschung Sukzession Rebflächen Waldbegründung ( Standortgerechter Laubmischwald ) überwiegend gehölzfreie Böschungsbegrünung, Magerrasensaat überwiegend gehölzbetonte Böschungsbepflanzung, Gehölzriegel Strauchhecke Graswege, Wiesen, Wegbegleitgrün befestigte Wege und Flächen
Wir befinden uns mit dem Abbau in Abschnitt 4.
Keine der Renaturierungsmaßnahmen sind sichtbar oder wurden durchgeführt.
Auflagen für die Renaturierung
( Auszug aus dem immissionrechtlichen Genehmigung1997)


